MET DAS EIGENTLICHE NATIONALGETRÄNK DER GERMANEN, WURDE VON DEN WEIN DER RÖMER ERFOLGREICH VERDRÄNGT. DAS LAG U.A. DARAN DAS DIE ANSÄSSIGEN METSIEDER NICHT IN DER LAGE GEWESEN SIND, DEN WACHSENDEN BEDARF ZU DECKEN, UND DIE DAMALS NOCH SCHLECHTE QUALITÄT DES HONIGWEINS ZU VERBESSERN.

MET GERIET IN VERGESSENHEIT, UND IST NUR NOCH IN WENIGEN GESCHÄFTEN KÄUFLICH ZU ERWERBEN, UND WENN DOCH DANN MEIST ZU HORRENDEN PREISEN.

AUF DIESER SEITE MÖCHTE ICH DEN GENEIGTEN LESER ÜBER DIE GESCHICHTE DES "TRANK DER GÖTTER" INFORMIEREN, UND ZEIGEN WIE EINFACH ES IST, MET SELBST HERZUSTELLEN.



Germanische Götterwelt
Der Skalden-Met - wie der Met in die Welt kam

Met war neben Bier das beliebteste Getränk bei den Germanen. Der golden leuchtende "Honig-Wein" stand im Ruf, magische Kräfte zu haben, und war somit besonders heilig. Man sagte, dass Met die Menschen besonders klug und kreativ mache. Wer ihn trinke, der werde zum Dichter (sog. "Skalde"), Sänger, Denker oder Zauberer.
Eine uralte Geschichte, die sich die Germanen wohl früher auf ihren Gelagen erzählten, rankt sich um die Entstehung des Mets...

Der erste Krieg in der Welt wurde zwischen den beiden Götter-Sippen der Asen und der Wanen ausgetragen. Es war eine blutige, grausame und finstere Schlacht, die den mächtigen Welten-Baum erzittern ließ. Als die Schlacht endlich geschlagen war, fanden sich auf der Walstatt die Überlebenden Götter beider Sippen zusammen. Wo sie das Blutbad begutachteten, beschlossen sie Frieden zu schließen. Nie wieder sollten die Götter im Zank sein, sondern gemeinsam - Hand in Hand - über die Welt wachen.
Darauf schwor jeder Eide und Geiseln wurden zum Pfand ausgetauscht. Letzten Endes war das den Göttern aber nicht genug; und sie beschlossen den Krieg ein für alle Mal mit einem symbolischen Akt zu beenden.
Einer holte einen großen Pott heran. In einer Reihe stellten sich die Götter davor, schritten vorbei und spuckten dabei in den Pott. Dies war ein uraltes Ritual, mit dem zwei Sippen den Frieden besiegelten - und so war es auch im Reich der Götter; und es wurde wieder still in der Welt...

Irgendwann später begann es im Pott zu rumoren. Dem Sud entstieg ein neues Wesen. Man nannte ihn Kvasir - gezeugt aus dem heiligen Frieden, geboren aus göttlichem Sud. Kvasir war ein sehr begabter junger Mann; er lernte schnell bei den Göttern und wurde schon früh so weise, dass er jeden Gott an Weisheit übertraf - sogar Odin und Heimdall, die bis dato als die klügsten der Asen galten.
Als Kvasir endlich zu einem stattlichen Recken herangewachsen war, sattelte er sein Ross und verließ Asgard. Mit seiner Weisheit wollte er durch das Land ziehen und an jedem Hof, auf dem er einkehrte, nützliches Wissen vermitteln. Und so reiste er viele Jahre lang durch alle Lande. Auf vielen Höfen gab man ihm Obdach, denn sein weiser Rat war immer gefragt - so sagen manche; dass sogar die Götter seinen Rat aufsuchten, um den schelmischen Loki zu fangen...

Eines Tages ritt Kvasir durch die tiefen, finsteren Schluchten und Höhlen von Svartalfheim, dem Land der Zwerge. Doch er wurde beobachtet - in diesem Teil des Landes trieben nämlich viele verbrecherische Zwerge ihr Unwesen. Darunter waren die Wege-Lagerer Fialar und Galar - ein finsteres Brüder-Paar, dass ahnungslosen Reisenden auflauerte.
Natürlich hatten sie Kvasir gleich erkannt, denn er war ja in aller Welt berühmt für seine Weisheit. Da heckten die beiden einen üblen Plan aus: Sie liefen zu Kvasir und baten ihn, sie doch auf ihren Hof zu begleiten - sie würden ihm Obdach und gutes Essen geben; im Gegenzug dafür solle er ihnen kluge Ratschläge geben.
Der gutmütige Kvasir stimmte ein und folgte den Zwergen auf einen verfallenen Hof, wo sie allesamt einkehrten. Doch dort ergriffen ihn die Zwerge hinterlistig und brachten ihn um!
So starb Kvasir, der bei allen beliebt für seine Weisheit, durch eine List von zwei Zwergen...

Doch die Geschichte ist noch lange nicht vorbei! Da standen also die Zwerge mit ihrem toten Kvasir und wussten erst nicht; was sie für einen Gewinn aus ihrer Untat ziehen sollten - so weit hatten sie dann doch nicht gedacht. Aber so ein weiser Mann, der musste doch für etwas gut sein; also entschieden sich Galar und Fialar; das Blut des Toten in drei Pötte zu füllen: Den ersten nannte man Son, den zweiten Bodn, und den dritten Odrorir. In jeden Sud gossen die listigen Zwerge reichlich Honig hinzu; so dass ein süßlich-rauchiger, goldener Saft entstand - der erste Met war geschaffen. Man nannte ihn den "Skalden-Met", denn jeder, der von ihm trank, wurde weise und künstlerisch begabt; konnte Dichten wie der Gott Bragi und singen wie eine Dise. Also hatten Fialar und sein Bruder letzten Endes doch noch Gewinn aus ihrem Mord ziehen können. Ihr Geheimnis verstauten sie gut und versteckten die Pötte auf ihrem Hof in einer Ecke, wo sie keiner finden konnte.
Einige Zeit später klopften ein paar Asen an die Tür der Zwerge. Sie fragten die beiden, ob sie Kvasir gesehen hätten - er sei lange Zeit nicht mehr gesehen wurden; man mache sich Sorgen und suche nach ihm. Da meinte Fialar spöttisch; ob Kvasir denn nicht an seiner eigenen Weisheit erstickt sei - da ließen die Asen ab vom kleinen Hof und zogen weiter...

Ein paar Tage nach dem Besuch der Asen lungerten Galar und Fialar wieder an ihrer Schlucht; den armen Reisenden auflauernd. Ihre nächsten Opfer waren nicht weit: Der Riese Gilling wanderte mit seiner Frau durch das Zwergen-Land - auch sie wurden von den beiden Halunken auf ihren Hof gelockt.
Ganz so leicht wie bei Kvasir war es dann doch nicht; die Zwerge luden beim Festmahl den Riesen ein, mit ihnen in ihrem neuen Boot eine Runde zu rudern. Gilling sagte da nicht nein und gemeinsam begaben sie sich auf der Stelle zum nahen See-Ufer. Sie ruderten die felsige Küste entlang; und als sie eine tiefere Stelle erwischt hatten, fingen die Brüder an zu schaukeln. Hin und her und schließlich kenterten sie das kleine Boot - Gilling, von dem sie erfahren hatten, dass er nicht schwimmen könne, ertrank.
Als die Zwerge wieder am Hof waren, überbrachten sie der dort gebliebenen Riesen-Frau die üble Nachricht. Diese fiel in tiefe Trauer und weinte laut, Tag und Nacht; wollt nichts essen und nichts trinken. Fialar raufte sich die Haare und wollte; dass der Lärm ein Ende hat. Er schritt an die trauernde Witwe heran und schlug vor; sie solle doch nochmal zu der Stelle gehen, wo ihr Mann ertrank - womöglich helfe ihr das bei der Überwindung der Trauer. Galar solle sie begleiten. Das fand die Witwe eine gute Idee und zog schweren Herzens zu der Stelle am See-Ufer, von der aus sie gut auf den Todes-Ort ihres geliebten Gatten blicken konnte. Doch da stand sie unter einer hohen Klippe, auf die Galar hinauf geklettert war. Von dort oben warf er einen Fels hinab auf die Riesin - die darauf hin leblos zu Boden sank. Somit war also auch dieses Problem gelöst...

Doch die Zwerge hatten die Rechnung ohne den Sohn der beiden Opfer gemacht! Wenige Tage darauf stürmte der Riese Suttung, der Gillings Sohn gewesen war, den Hof der Gauner. Er packte die beiden und lief mit ihnen hinunter zum See-Ufer. Dort ruderte er rasend vor Wut auf die fernste Sandbank hinaus und setzte die Zwerge dort ab. Da drohte Suttung ihnen, dass er sie dort lassen werde und der Sturmflut überlassen werde. Die Brüder bekamen da weiche Beine und fielen auf die Knie, bettelnd um Gnade. Schließlich wollten sie an den Riesen eine Buße bezahlen. Doch was war angemessen für einen, deren Eltern man kaltblütig ermordet hatte?
Da erinnerte sich Fialar an den Skaldenmet, den sie noch auf ihrem Hof versteckt hielten. Suttung überlegte lange. Kurz bevor die Flut die beiden zitternden Zwerge erreicht hatte; stimmte er dem Angebot zu. Zurück an Land übergab man ihm die drei Pötte und ließ ihn ziehen.
Zurück in Jötunheim schritt Suttung in eine tiefe Höhle hinab, die in einen Berg, der "Hnitberg" hieß, hinein führte. Dort unten in der Finsternis versteckte er den wertvollen Met. Vor dem Berg lag sein eigener Hof; und seiner wunder schöne Tochter Gunnlöd übertrug er die Aufgabe Tag und Nacht die Höhle zu bewachen; damit ihnen der wertvolle Met nicht abhanden komme.............
Met. Honigwein. Met. Honigwein. Met. Honigwein. Met. Honigwein. Met.Honigwein. Honigwein.Met. .Honigwein. Met.

MET

(TRANK DER GÖTTER)

...ODER EINFACH NUR HONIGWEIN GENANNT